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Die EGMO 2017 kurz erklärt

Die Olympiade dauert 6 Tage. Welcher Tag fordert die Schülerinnen am meisten? Welcher macht am meisten Spass?
Am Samstag und Sonntag steigt das Adrenalin. Die 160 Teilnehmerinnen schreiben am Morgen die je 4.5-stündigen Prüfungen zu den Themen Algebra, Zahlentheorie, Kombinatorik und Geometrie. Es gilt, den richtigen Ansatz für die Aufgaben zu finden, Lösungen zu entwerfen und Beweise zu führen. Das erfordert logisches Denken, Kreativität, Ausdauer. Und viel Übung im Vorfeld. Diese beiden Tage fordern die jungen Frauen sicher am meisten.
Viel Spass macht die Eröffnungszeremonie am Freitag. Sie ist das erste grosse Treffen der 44 Teams aus 43 Ländern. Hier wird viel gelacht und fotografiert. Einige Lacher dürfte es auch bei der Schnitzeljagd durch Zürich am Freitag und beim Tanzkurs am Sonntag geben. Entspannen können sich die Teilnehmerinnen bei der Schifffahrt, dem Ausflug auf die Rigi und bei den Spielabenden in der Jugendherberge. Und natürlich beim grossen Abschlussfest am Dienstag.

160 Mittelschülerinnen aus 43 Ländern treffen sich an der EGMO. In welcher Sprache werden sie miteinander reden? Und auf welche Sprache schreiben sie die Prüfung?
Die Teilnehmerinnen tauschen sich meist auf Englisch aus. Auch Russisch wird viel zu hören sein, das ist die Sprache, die die Delegationen aus Osteuropa miteinander teilen. Die Prüfungen werden am Freitag von den Leitern der Delegationen, den sogenannten Leader, in die jeweilige Landessprache der Delegationen übersetzt. Das heisst, an der EGMO gibt es Prüfungen in 34 Sprachen! Die Fachübersetzungen sind gar nicht so einfach. So wird es beispielsweise zwei Versionen für die Prüfung auf Französisch geben, da sich die Leader Frankreichs, Belgiens und der Schweiz nicht auf gewisse Ausdrücke in Geometrie einigen können.

Wie schwierig sind die Prüfungen? Hätte ich mit meinem Mathematikwissen auf Maturitätsniveau eine Chance?
Nein. Der Maturitätsstoff lässt sich nicht mit dem der Olympiaden vergleichen. In der Schule werden hauptsächlich Rechenrezepte erklärt, gelernt und angewendet. An Olympiaden wird wenig Theorie gebraucht, die Schwierigkeit ist viel mehr, diese richtig und kreativ zu benutzen. Auch wird immer nach Beweisen gefragt.

Was winkt den Gewinnerinnen?
Stolz und Motivation, Ruhm und Ehre – und natürlich Medaillen. Es gibt Gold-, Silber- und Bronzemedaillen im Verhältnis 1:2:3. Ungefähr die Hälfte der Teilnehmerinnen, also 80 Personen, erhalten eine Medaille. Jede Schülerin, die eine der sechs Aufgaben richtig gelöst hat, aber keine Medaille gewinnt, erhält eine Honourable Mention. Ausserdem wird das beste Team mit einer gravierten Metallplatte geehrt.

Mirjam Sager und Viviane Kehl

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