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«Geometrie löst mehr Probleme, als man denkt!»

Mathematik ist schön und nützlich, meint Yuxi Zheng. Die chinesische Austauschschülerin überzeugte gleich doppelt mit ihren mathematischen Fähigkeiten. Sie gewann Bronze an der Schweizer Mathematik-Olympiade 2017 und an der European Girls‘ Mathematical Olympiad 2017 in Zürich.

26.03.2017

Yuxi, im März und April hast du gleich 2 Bronzemedaillen gewonnen. Was bedeuten dir diese Auszeichnungen?
Yuxi Zheng: Die Medaillen machen mich glücklich und stolz. Ich bin Chinesin und habe in Zürich ein Austauschjahr gemacht. Innert kürzester Zeit habe ich Deutsch gelernt. Die Trainings auf Deutsch und sogar auf Französisch waren eine echte Herausforderung für mich!
Die Olympiade war eine sehr schöne Erfahrung: Ich habe so viel dazugelernt und viele Schüler aus der ganzen Schweiz getroffen.

Geometrie ist dein Lieblingsthema in der Mathematik. Warum?
Ich habe Geometrie immer besonders schön gefunden. Das Buch von Issac Newton „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“ habe ich sehr gerne gelesen. Darin habe ich gelernt, dass man viel mehr mit Geometrie lösen kann, als die Leute denken. Newton hat alle Probleme und die ganze Physiktheorie mit Geometrie gelöst und visualisiert.
Andere Themen der Mathematik sind relativ mechanisch. Man übt die Theorie und lernt, wie man sie anwendet. Für die Geometrie braucht es aber viel mehr, Fantasie und Kreativität zum Beispiel.

SMO / OSM 2017

Wie sieht eigentlich dein Schulalltag in China aus?
In China gehe ich in eine öffentliche Schule, in der ich auch wohne. Jeden Tag stehen wir um 6:30 Uhr auf, putzen das Zimmer, dann gibt es Frühstück. Die erste Stunde beginnt erst um 8:00 Uhr, aber wir sind schon um 7:30 Uhr im Klassenzimmer. Die 30 Minuten nutzen wir, um noch rasch den Stoff zu repetieren. Die Schule dauert bis 16:30 Uhr. Am Abend haben wir dann nochmals drei Stunden Zeit für das selbständige Lernen. Um 21:50 müssen wir ins Bett.

Wirst du dein Talent für Mathematik auch für deinen zukünftigen Beruf einsetzen können?
Fast alle naturwissenschaftlichen Studiengänge erfordern Mathematik und mein Interesse liegt definitiv in diesen Bereich. Einen Job in der Forschung kann ich mir gut vorstellen, dort gibt es so viele Möglichkeiten.

Interview: Mirjam Sager
Bilder: European Girls' Mathematical Olympiad, Schweizer Mathematik-Olympiade

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